Ganzheitliche Traumatherapie (EMDR)

- was ist darunter zu verstehen?

„E-M-D-R" = Eye Movement Desensitization and Reprocessing
in Deutsch: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen.

Das heißt: Durch die Links-Rechts-Bewegungen der Augen werden Ängste und Panikgefühle weniger – sie werden „desensibilisiert“. Darüber hinaus kommt es durch die Links-Rechts-Stimulierung des Gehirns zu einer Verknüpfung von zuvor isoliert abgespeicherten Teilen der Erinnerung: Emotionen, Körperreaktionen und fragmentierte Sinneseindrücke formen sich wieder zu einer ganzheitlichen Erinnerung. Hierbei verändern sich auch die damit verbundenen negativen Gedanken (= Kognitionen) hin zum Positiven. Diese Neu-Verarbeitung (Reprocessing) bewirkt, dass das traumatische Erlebnis zwar noch existiert, in der Erinnerung aber nicht mehr ständig präsent ist, so dass viele Betroffene nach einer EMDR-Sitzungen sagen können: „Ich weiß, es ist geschehen. Es war schlimm! Aber es ist nun vorbei.“

Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine lebensbedrohliche Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine Flexibilität verloren. Durch EMDR kann man das Nervensystem wieder in die Balance bringen.

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